Theo von Brockhusen

Theo von Brockhusen - Ausstellung 1977

1977 zeigte Ulrich Gronert in seinen Galerieräumen in der Niebuhrstraße 1 in Berlin-Charlottenburg die erste Einzelausstellung des Landschaftsmalers Theo von Brockhusen nach dem Zweiten Weltkrieg, die nicht von dessen Nachlaßverwalter, dem Galeristen Ferdinand Möller veranstaltet wurde.
Insgesamt wurden hier zwölf Ölgemälde aus Brockhusens Schaffenszeit von etwa 1907 bis 1915 präsentiert.

Theo von Brockhusen wurde 1882 im masurischen Marggrabowa (heute: Olecko) geboren. Nach seiner Schulzeit besuchte er die Königsberger Kunstakademie und studierte bei Max Schmidt und Olol Jernberg. 1904 siedelte er nach Berlin um, wo er schon bald von Paul Cassirer vertreten wurde und jährlich die Sezessionsausstellungen beschickte. Als Impressionist mit expressionistischen Tendenzen erregte er in den Jahren vor dem Ersten Weltkrieg das Aufsehen der Kritiker und des Publikums; seine Landschaften aus der Mark Brandenburg, von der holländischen und belgischen Nordseeküste und die 1913 während eines Aufenthaltes als Villa-Romana-Preisträger in Florenz entstandenen Italien-Bilder fanden das Gefallen und die Anerkennung der kunstinteressierten Öffentlichkeit und verschafften Brockhusen eine gewisse Prominenz in der Berliner Kunstszene. 1913 war er Gründungsmitglied der Freien Sezession, 1918 wurde er als Nachfolger Max Liebermanns ihr Präsident. Im April 1919 erlag er noch nicht 37jährig einem langjährigen Lungenleiden.
Nach Brockhusens Tod verwaltete sein zweiter Galerist Ferdinand Möller den künstlerischen Nachlaß und mehrte mit diversen Ausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen das posthume Renommee des Malers. Wie viele seiner Zeit- und Künstlergenossen ereilte den Frühverstorbenen nach dem Zweiten Weltkrieg das Schicksal der Vergessenheit.

Erst durch die besondere Wertschätzung Theo von Brockhusens Kunst durch Ulrich Gronert gelang in den 1970er bis 1990er Jahren eine künstlerische Neubewertung seines Oeuvres. Auf Initiative des Direktors der Ostdeutschen Galerie in Regensburg, Dr. Gerhard Leistner, wurde 1999 die erste museale Einzelschau des Künstlers Theo von Brockhusen – Ein Maler zwischen Impressionismus und Expressionismus realisiert. Zunächst in Regensburg, im Anschluß im Stadtmuseum Berlin konnten über 60 Werke versammelt und gezeigt werden. Ohne die Kontakte zu Sammlern und die finanzielle sowie zeitliche Hilfe Ulrich Gronerts wären weder die Schau, noch der dazugehörige Katalog erschienen. In diesem widmete Tim D. Gronert der interessanten Verbindung zwischen Künstler und seinen Kunsthändlern ein eigenes Kapitel.

Im neuen Jahrhundert sind Bilder Theo von Brockhusens gesuchte Sammelobjekte und erzielen im nationalen und internationalen Kunsthandel hohe Preise.

Bis heute bietet Gronert Kunsthandel regelmäßig Werke aus dem insgesamt nur kleinen Oeuvre Theo von Brockhusens.
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