Pâte-sur-pâte-Teller, KPM Berlin 1893/94

  • KPM Berlin
  • Porzellan
  • Pâte-sur-Pâte
  • 19. Jahrhundert
  • Teller
  • Gustav Kämper
  • Blumenmalerei

Beschreibung

Wandteller mit Wiesenblumen

Porzellan, mit großer Darstellung von Wiesenblumen und Goldranken um den Rand; Pâte-sur-pâte-Malerei in weiß, graublau und lila auf hellbraunem Fond, erhabener Email- und Golddekor.
Monogrammiert G.K.
Dekorentwurf Gustav Kämpfer 1893/94
Ausführung KPM Berlin 1893/94
Durchmesser 29,7 cm

Marken Zepter in unterglasurblau, Reichapfel über KPM in aufglasurrot, Jahresbuchstabe zickzack für 1893 oder 1894 (?), Presszeichen M und 2

Die Malerei in Pâte-sur-Pâte, also in zahlreichen aufeinander folgenden Schichten von Porzellanmasse auf dem Scherben, wurde aus England und Frankreich kommend, zu Beginn der 1880er Jahre in der KPM wiederentdeckt und perfektioniert. Aufgrund des aufwändigen und damit teuren Herstellungsprozesses, der nach jeder vorsichtigst aufgetragenen Schicht eine Trocknungs- oder sogar Brandphase verlangte, handelt es sich bei den Pâte-sur-Pâte-Arbeiten der Berliner Manufaktur um sehr besondere und seltene Einzelstücke. Zumeist wurden Allegorien oder Putti in dieser Technik dargestellt (Abb. eines Ziertellers mit „Amor und Psyche als Putti“ in: 30 Jahre Ulrich Gronert Kunsthandel, Berlin 1998, 60), Blumendekore sind sehr selten.

Der Dekormaler Gustav Kämpfer (Malerkürzel G.K.) ist als Mitarbeiter des Manufakturmalereicorps für die Jahre 1893/94 nachgewiesen.

Vgl. Franca Dietz, Blühende Zeit der KPM – Die Weichmalerei auf Berliner Porzellan, Petersberg 2013.